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Erster Eintrag und der erste Wahnsinn

Autor: Maureen | Datum: 31 August 2016, 10:37 | 2 Kommentare

Die ersten drei Tage verliefen nahezu reibungslos, abgesehen von zwei sehr unangenehmen Situationen, die ich lieber vermieden hätte und von diesen werde ich berichten.


Nummer eins:

Ich will es mal so ausdrücken, die Türen bzw. deren Schlösser im CPAJ sind gewöhnungsbedürftig. Das CPAJ („Centre Presbytérien d’Amour des Jeunes“)  ist übrigens die Stelle an der ich arbeite, ein Straßenkinderprojekt, bestehend aus einem Heim inklusive Unterricht und zusätzlichen drei Ausbildungsklassen. Das Heim ist ausschließlich für Jungs.

Nun zur Sache: 

Gestern ließ mich mein Chef netter Weise sein Büro benutzen, während er in der Stadt zugange war. Ich hatte die Anweisung, nach Verlassen des Büros immer abzuschließen. Gesagt, getan.  

Im Nachhinein stellte sich allerdings heraus, dass abschließen gar keine gute Idee war.

Als ich nämlich zurück kam und wieder herein wollte bewegte der Schlüssel sich keinen Meter. Auch der zweite und der dritte nicht. Ich versuchte aus allen Richtungen gegen die Tür zudrücken, dann zu ziehen, dann zu wackeln, dann zu reißen.

Nichts funktionierte.

Deswegen bat ich in Zeichensprache ein paar der älteren Jungs um Hilfe, die aber ebenfalls scheiterten und daraufhin eine der Lehrkräfte fragten, die ebenfalls zwei weitere Kollegen rekrutieren musste.

Nachdem das halbe CPAJ angerückt war und ich mir Gedanken machte, was so eine Tür inklusive kaputtem Schloss und abgebrochenem Schlüssel wohl kosten werde, wurde als letzte Instanz der Koch einberufen der die Tür binnen drei Sekunden geöffnet hatte.

Anschließend wurde ich inständig von den Kollegen gebeten, nicht mehr abzuschließen.

Nummer zwei:

Drei Stromausfälle innerhalb von zwei Tagen in meinen eigenen vier Wänden, schienen mir wirklich viele zu sein.

Als gestern um ca. 20 Uhr (hier ist es dann stockdunkel), plötzlich wieder alles ausging, war bei mir direkt Land unter und beschwerte mich laut fluchend über diese Stromanbieter, bis mir auffiel, dass um mich herum alle Häuser beleuchtet waren.

So, die Erklärung gab ich mir selbst, man muss wohl Strom kaufen.

Dass es eine Art Prepaid System ist erklärte mir einer meiner Kollegen, den ich sofort, vollkommen hysterisch anrief. Während er sich auf den Weg machte um bei mir nach dem Rechten zu sehen, musste mein Watchman hinhalten, um mir neuen Strom zu kaufen, weil ich mich weder raustraute, noch wusste wo ich Strom finde.

Er lief also los und kam nach zwei Minuten zurück, weil er meine Adresse nicht wusste, genauso wenig wie ich übrigens. Wir standen also ratlos da. Dann begann der arme Kerl, irgendeine Form der Hausnummer zu suchen in dem er ewig lange ums Haus lief, um schließlich wieder los zu ziehen, in der Hoffnung die Nachbarhäuser könnten ihm weiter helfen.

Nach etwa einer dreiviertel Stunde funktionierte wieder alles.

Mir wurde das System erklärt, mein Kollege und ich genossen einen gemeinsamen Tee und der arme Watchman konnte wieder seiner eigenen Arbeit nachgehen.

Die Adresse weiß ich noch immer nicht, aber auf die Leute in meiner Umgebung ist definitiv Verlass.

  

 

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