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Dritter Eintrg und vier Tage für zwei Blatt Papier

Autor: Maureen | Datum: 29 Oktober 2016, 11:26 | 0 Kommentare

Hin und wieder werde ich nach Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen Ruanda und Deutschland gefragt. Folgende Geschichte dazu:

Da gebe ich meinen Visumsantrag vollständig ab und erwarte mit fester Überzeugung dessen Genehmigung binnen einer Woche. Die lang ersehne SMS kam pünktlich.

Was ich allerdings nicht wusste:

Es hätte zweier Behördengänge, sprich zweier Dokumente, vor vollendeter Beantragung bedurft.

Auftrag: Dokumente beschaffen, Antrag erneut einreichen

 

Erster Tag:

Mein erster Weg führte zur deutschen Botschaft (Ertste wichtige Instanz) um eines der fehlenden Dokumente abzuholen, genannt „Verbal Note“. Natürlich war es nicht zum abholen bereit, aber es sollte wohl gemeinsam mit dem zweiten, fehlenden Dokument, genannt „Recommandation letter“, im „MINAFET“ (Zweite wichtige Instanz) liegen.

„MINAFET“ bedeutet „Ministry of Foreign Affairs“. Wie es zu dieser Ankürzung kam weiß ich nicht. Dort angekommen fand ich jedenfalls beide Dokumente und eine sehr gestresste junge Dame, die in etwa sagte: „Ich habe zwar beides, kann es ihnen aber nicht geben, ohne die restlichen Unterlagen, die sie zur Visumsbeantragung abgegeben haben. Bitte bringen sie uns diese vom „Immigration Office“ (dritte wichtige Instanz).

Tagesbilanz: Grobe Anforderungen klar, Dienstschluss der Behörden

 

Zweiter Tag:

Frisch ans Werk und früh am Morgen ging es zum Immigration Office zur Rückerstattung eingereichter Dokumente:

Aus früh am Morgen wurde spät am Nachmittag, weil die Wartezeiten sich zwischen zwei und vier Stunden hinziehen. Ich spreche deshalb im Plural, weil es mit einem Gespräch nicht getan war. Herausgefunden hatte ich jedenfalls, dass ich ausschließlich zwei Dokumente und auch nur auf schriftlichen Antrag hin zurückerhalte

Tagesbilanz: Schriftlichen Antrag auf Rückeinforderung meiner Dokumente stellen,

 Dienstschluss der Behörden

 

Dritter Tag:

Mit zweisprachig formuliertem Antrag machte ich mich auf und bekam überraschender Weise beide Dokumente ohne Wartezeit. Es ging also schleunigst zum MINAFET, wo mir unmissverständlich verdeutlicht wurde, dass das leider nicht ausreichend sei.

Mit dieser Aussage bekam ich meinen ersten Tobsuchtsanfall.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der Angestellten im Sekretariat entschuldigen. Sie verhalf mir nämlich zu einer weiteren Lösung an „Verbal Note“ und „Recommandation Letter“ heranzukommen.

Es bedurfte eines weiteren „Recommandation Letters“ der Botschaft, welcher mich klar als Freiwillige identifizierte.

Tagesbilanz: Recommandation Letter für einen Recommandation Letter organisieren,

Dienstschluss der Behörden

 

Vierter Tag:

Zurück in der Botschaft und mehr schlecht als recht gelaunt, drängte ich höchst unfreundlich auf das eingeforderte Dokument. An dieser Stelle möchte ich mich ebenfalls bei beiden Botschaftsmitarbeiter*innen entschuldigen, die diese Laune zu spüren bekamen, obwohl sie es wirklich gut meinten und alles für dieses Dokument in Bewegung setzten.

Mit abgestempeltem Dokument schleifte ich mich erneut zum MINAFET, mit dessen Wachmann ich unterdessen per Du bin. Dort angelangt klatschte ich das Dokument auf den Tisch und wurde gebeten in zwei Stunden zurück zu kommen. All das funktionierte so pünktlich, dass es mir noch am selben Tag gelang ALLES VOLLSTÄNDIG im Immigration Office abzugeben.

Tagesbilanz: Alles vor Dienstschluss der Behörden erledigt (Selbst-Highfive).

 

Eine Woche hatte ich noch zu warten und das lang ersehnte Visum ist nun tatsächlich Bestandteil meines Reisepasses.

 

Nun zum Ursprünglichen Thema zurück:

Viel weiß ich noch nicht über Unterschiede oder Gemeinsamkeiten zu sagen und wenn, dann nur auf oberflächlicher Ebene.

Ich habe allerdings das Gefühl, dass Bürokratie überall gleich scheiße ist!

  

 

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